FCK: Na also, es geht doch!
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FCK: Na also, es geht doch!

Befreiungsschlag für den FC Kreuzlingen. Nach zwei Niederlagen fertigten die Seebuben Weesen gleich mit 4:1 (2:0) ab und haben neben drei Punkten auch mächtig Selbstvertrauen für die kommenden Wochen getankt.

 

Schon die ersten Aktionen der Hausherren an diesem Mittag zeigte die absolute Entschlossenheit als Sieger vom Platz zu gehen. So konnte sich Weesen Verteidiger Tesic gegen die aufsässigen Thurgauer im eigenen Strafraum kaum behaupten, sein waghalsiges Rückspiel führte beinahe zu einem Eigentor (8.). Zwei Minuten später lag der Ball dann aber doch in den St. Galler Maschen. Huber passte quer vor das Tor, Arifagic am langen Pfosten von allen vergessen schob unbedrängt zum 1:0 ein. Kreuzlingen hielt Tempo und Pressing hoch, kam nach einem Eckball zur nächsten Chance. Doch FCW Torhüter Miljic parierte grossartig (24.). „Wir haben uns in den vergangenen Wochen viel Kritik anhören müssen“ gab FCK Trainer Ortancioglu nach Abpfiff zu Protokoll. Was Einsatz und Spielfreude anging sicher zu Unrecht. Sicher aber was Freistösse und erst Eckbälle betraf zu Recht. Umso erfreulicher, dass die Mannschaft an diesem Punkt gearbeitet hat wie zwei Szenen in der ersten Halbzeit zeigten: 30. Minute, Sven Bode läuft an und zirkelt das Leder aus 20 Metern elegant über vier Weesener hinweg knapp über den Querbalken. 37. Minute, Pascal Huber entscheidet sich aus ähnlicher Position für einen scharfen Flachschuss an den St. Gallern vorbei und sieht das Leder von der Torstange abgewehrt. Doch wenden wir uns lieber zählbaren zu. Und für einmal hat sich die Taktik des unablässigen Nachsetzens ausgezahlt als Huber einem scheinbar aussichtslosen Ball hinterherjagte. Denn just bevor der St. Galler Verteidiger ans Leder kam strauchelte er unglücklich. Huber musste den Ball nur noch zur Mitte legen - Bode schob zum 2:0 ins leere Tor. Solche (Gast)Geschenke kommen selten, doch in der 45. Spielminute sind sie besonders gerne gesehen.

Für Weesen-Trainer Philipp Egli die Schlüsselszene der Partie. Denn, so Egli: „Hätten wir im zweiten Durchgang den Ausgleich erzielt, wäre es vielleicht noch einmal spannend geworden“.  Doch nicht sein Team traf, sondern FCK Flügel Mido Arifagic netzte kurz nach Anpfiff zum 3:0 ein. Auch hier zeigte sich der unbedingte Wille des jungen Kreuzlingers, als er sich an der Strafraumgrenze gegen den viel grösseren Verteidiger hartnäckig durchsetzte und letztlich gar mit einem Kabinettstückchen den Torhüter umspielte und unter grossem Jubel seiner Mitspieler traf. Den Zuschauern war längst klar, wer an diesem Nachmittag als Sieger vom Platz gehen würde. Da tat auch der Gegentreffer von Weesen Verteidiger Heinzer nach Eckball zum 3:1 nicht sonderlich weh (72.). Schon mehr Kopfzerbrechen dürfte die anschliessende Chancenauswertung im eigenen Lager machen. Fast im Minuten Takt tauchten die Grün-Weissen im St. Galler Strafraum auf, doch Huber, Miljic und später Frank Stark vergaben leichtfertig. Zum Schluss zauberte der eingewechselte Frank Stark dann aber doch noch, als er aus fast unmöglichem Winkel mit einem Flachschuss vorbei an Freund und Feind die Lücke zum vierten Treffer fand (86).

Telegramm

Kreuzlingen – Weesen  4:1 (2:0).
Hafenareal - 230 Zuschauer.  SR: Etienne Roux.
Tore: 10. Arifagic 1:0, 45. Bode 2:0, 50. Arifagic 3:0, 72. Heinzer 3:1, 86. Frank Stark 4:1.
Kreuzlingen: Fellmann; Ferrone 83. Perez), Seeger, Schröder, Affentranger;  Karaki (70. Miljic), Hoxha (87. Armbruster), Manuel Strak (75. Werne), Arifagic (70. Frank Stark), Huber; Bode..
Weesen: Miljic; Schiess (65. Heinzer), Gönitzer, Tesic, Hostalek; Norelli, Bilas (65. Tafat), Hoffmann, Lopes, Gutknecht; Surynek (32. Gamba).
Verwarnungen: 16. Hostalek (Foul), 24. Karaki (Foul), 45. Gutknecht (Foul), 88. Tesic (Halten).
Bemerkungen: 37. Pfostenschuss nach Huber- Freistoss. Kreuzlingen ohne: Juchli, Löffler,  (beide verletzt) und Tidim (Rekonvaleszent). Weesen ohne: Hoxhaj, L. Egli, Agushi, Nikci, Böni, Eicher (alle verletzt), Martinelli, Baydar (Aufbautraining), Weber, N. Egli (Ausland) und Niederberger (Aufgebot anderes Team).